Sommerferien 2008. Ein Jahr liegt nun nahezu hinter uns. Der schriftliche Teil der Prüfungen des ersten Jahres sowie die schriftliche und mündliche Prüfung für Wirtschaftsenglisch der LCCI (Londoner Außenhandelskammer) ist abgeschlossen. Nur die mündlichen Prüfungen in den landeskundlichen und den Konversationsfächern sowie die Prüfung für Wirtschaftsfranzösisch der CCIP, der Pariser Industrie und Handelskammer, stehen im September noch an. Erste Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen sind für diesen Zeitpunkt zu erwarten. Trotzdem oder gerade deshalb möchte ich an dieser Stelle ein kleines Fazit ziehen bzw. die Highlights des ersten Jahres kurz zusammenfassen.
Zunächst ein kleines Detail für die Statistik. Schon dieses Jahr blieben einige Mitschüler aus individuellen Gründen auf der Strecke bzw. entschieden sich, doch ein Studium oder eine andere Ausbildung in Angriff zu nehmen. Die Klasse schrumpfte dadurch kontinuierlich von anfangs 21 auf aktuell noch 17 Schüler.
Lobend erwähnen möchte ich die zahlreichen Firmen und Institutionen mit Berufsperspektiven für angehende Europasekretär/innen, deren Präsentationen wir im Laufe des Jahres erleben durften. Vom Inkassounternehmen EOS KSI bis zum Auswärtigen Amt war einiges dabei. Auch das ein oder andere Praktikum kam so zustande.
Auch der durch das EU-Programm „Leonardo“ ermöglichte Paris-Aufenthalt für 16 von anfänglichen 21 Schülern sei hervorgehoben. Er beinhaltete 2 Wochen Sprachschule mit Abschlusszertifikat sowie 1 Woche Sightseeing und Firmenbesuche.
Des Weiteren wäre noch das Tagesseminar zum Thema „Sprache“ erwähnen, das die Fremdsprachenschule im November 2007 im Bad Wimpfener Kloster unter der Anleitung von diplomierten Sprach- und Sprecherziehern veranstaltete. Der gewünschte Effekt erschloss sich vielen nicht auf Anhieb, da die dort vermittelten Kompetenzen an vielen Stellen bereits vorhanden waren. So nahm man es als Übungseinheit mit. Spaß gemacht hat es trotzdem, vor allem weil sich die Kursleiter bei der Vermittlung ihrer Lerninhalte sehr viel Mühe gaben und kreativ gearbeitet wurde.
Auch der Unterricht war, bis auf manche etwas langwierige und eintönige Stunde (natürlich ein subjektiver Eindruck, kommt in den besten Schulen vor), durchweg positiv zu bewerten. Die Vermittlung der Lerninhalte erfolgte meist kompetent und vortragssicher.
Trotz vieler positiver Aspekte sollen auch Mängel im Zuge einer konstruktiven Kritik hier nicht unerwähnt bleiben. Vor allem der zwar im Gebäude installierte, jedoch nicht funktionsfähige und als Abstellraum für Reinigungsutensilien dienende Aufzug stellt für Schüler mit temporärer Gehbehinderung, z. B. durch Sportunfälle, einen Kritikpunkt dar. Ein Mitschüler musste drei Wochen lang auf Krücken gehend die Treppe nehmen, um ins Klassenzimmer in der 3. Etage zu kommen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist das Fach „Kommunikation“. Die Inhalte wurden häufig mit zweifelhaften Mitteln und auf wenig fachkundige Art präsentiert. Die Klasse war sich häufig nicht im Klaren, was denn genau von ihr verlangt wurde. Auch die Vortragsweise der Lehrkraft ließ leider nicht auf vollends ausgeschöpftes Potenzial schließen. Die Notenvergabe, basierend auf in Gruppen inszenierten Gedichtvorträgen in Anlehnung an das o. g. Seminar und Teilnehmerberichten zu Selbigem, war gleichfalls mehr als fragwürdig. Hier bestehen deutliche Verbesserungsmöglichkeiten, auch im Interesse zukünftiger Klassen.
Die Informationspolitik seitens der Schulleitung birgt ebenfalls Verbesserungspotenzial. Informationsveranstaltungen außerhalb der Schulzeit wurden teilweise erst einen Tag vor Beginn angekündigt.
Insgesamt gesehen denke ich aber haben wir ein sehr interessantes und anstrengendes Jahr erlebt. Es verging schneller als man dachte. Ein neues Jahr mit neuen Herausforderungen steht an!





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